Pranayama


 

In der Haṭha-Yoga Tradition ist Prāṇāyāma eine wichtige Technik der Atemmanipulation im Sinne von Lenkung, Verlängerung, Kontrolle und Atemanhalten bzw. Stillstand.

Die Wirkungen lassen sich in physiologische (medizinische Er- kenntnisse) und psychologische – geistige – spirituelle (Yoga-Schriften) einteilen. Um ein vollständiges Prāṇāyāma zu praktizieren, bedarf es einer guten Kontrolle verschiedener Muskelgruppen zum setzen und halten der Bandhas. Der Körper, Muskeln, Sehnen, Gelenke sollten so trainiert sein, dass ein problemloses längeres Verweilen in einem meditativen Sitz möglich ist. Erst in einer solchen entspannten Sitzhaltung, in der körperliche Einschränkungen, die Achtsamkeit des Bewusstseins nicht ablenken, ist es möglich die Aufmerksamkeit auf die Atem- und Feinstofflichen-Prozesse zu richten.

LEBENSRHYTHMUS

 

Dreifach ist des Lebens Rhythmus-

nehmend,

gebend,

selbstversunken:

 

Einatmend nehm' ich die Welt in mich auf,

Ausatmend gebe der Welt ich mich hin,

Leergeworden leb' ich mich selbst -

lebe

entselbstet

und öffne mich neu.

 

Einatmend nehm' ich die Welt in mir auf,

Ausatmend gebe der Welt ich mich hin,

Entleert erleb' ich die Fülle

Entformt erfüll' ich die Form.

(Lama Govinda)